Gesundheitsberufe
Probleme der Depressionsbehandlung
Depression und Dysthymie - diagnostiziert auf Grundlage der ICD-10 Kriterien - zählen zu den psychiatrischen Störungen mit der höchsten Prävalenz.
Diagnosen aus dem Spektrum depressiver Krankheitsbilder betreffen mehr als 15% der Patienten und sind aktuell der häufigste Anlass für langfristige Arbeitsunfähigkeit.
Unzureichende Therapieresponse – aus bekannten unterschiedlichen Ursachen – erschwert die erfolgreiche Behandlung von Depression und die Prävention wiederkehrender depressiver Episoden.
Wirkung von Musik in der Therapie.
Neuro-Imaging Studien zeigen, dass Wahrnehmung und Verarbeitung von Musik neben den für kognitive Prozesse relevanten (präfrontaler Cortex) auch die Hirnareale aktiviert, die mit emotionalem Verhalten assoziiert sind (insulärer und cingulärer Cortex, Hypothalamus, Hippocampus und Amygdala).
Neurochemische und endokrinologische Untersuchungen zeigen, dass auch biochemische Mediatoren emotionalen Verhaltens (z.B. Endorphine, Endocannabinoide, Dopamin und Oxytocin) durch Musik getriggert werden können. In weiteren Studien konnte gezeigt werden, dass bei depressiven Patienten eine reduzierte Herzrate und eine verringerte Herzratenvariabilität (HRV) zu beobachten ist. Beeinträchtigte zirkadiane Rhythmen sind eine erhebliche physiologische Begleiterscheinung von depressiven Störungen.
SANOSON Audiotherapie: Innovativ und klinisch getestet
Die SANOSON Audiotherapie ist eine innovative, rezeptive Mehrkomponenten-Therapie. Spezielle Musik wird zur
Behandlung von Depression und psychosomatischen Störungen eingesetzt. Sie wurde eigens entwickelt und ihre Anwendung ist klinisch erfolgreich getestet. Die SANOSON Audiotherapie kann primär aber auch adjuvant angewendet werden. Sie wirkt ebenso präventiv. Die hohe compliance der Probanden war auffällig - d.h. die Anwendung kommt sehr dem Lebensstil und den Arbeitserfordernissen entgegen. Die Anwendung ist nebenwirkungsfrei. Sie ist ein echte, weil klinisch erprobte Alternative in der Behandlung von Depression.
Wie ist die SANOSON Audiotherapie aufgebaut?
Nach einer Therapieempfehlung durch den Arzt/Ärztin/TherapeutIn schließt der/die PatientIn direkt mit Sanoson eine Kur-Vereinbarung ab. Alle Komponenten der Sanoson Audiotherapie (wie Fragebögen, Musiktherapiegerät, Monitoring- und Informationssysteme) werden von Sanoson für Arzt/Ärztin/TherapeutIn und PatientInnen zur Verfügung gestellt.
Der 5-wöchige Therapieablauf besteht aus folgenden Komponenten:
- Erstdiagnose und Therapieempfehlung durch Arzt/Ärztin/TherapeutIn
- Erstellung der individuellen Audiotherapie durch Sanoson
- Einführungsgespräch und Zielvereinbarung durch Arzt/Ärztin/TherapeutIn
- tägliches PatientInnen-Monitoring durch Sanoson (optional)
- Abschlussgespräch und Verhaltensempfehlung durch Arzt/Ärztin/TherapeutIn
International anerkannte Forschungsergebnisse bestätigen die Wirkung der SANOSON Audiotherapie
Die Sanoson Audiotherapie ist eine klinisch getestete, rezeptive Musiktherapie zurBehandlung von Depression und Burnout, die auch präventiv wirkt. Sie beruht aufchronobiologischer Diagnostik und bezieht die Regulation zirkadianer Rhythmik in die Behandlung ein.
Die Erkenntnisse aus der Sanoson Grundlagenforschung und die Ergebnisse der klinischen Studien wurden international publiziert. Die Herzfrequenzvariabilität steigt durch eine Sanoson Audiotherapie um den Wert, gesunder Mensch in 10 Lebensjahren verliert8 und die emotionale Regulationsfähigkeit wird nachhaltig verbessert.
Bei 89,1% der komplianten Probanden verbesserte sich der Schweregrad der
Depression um 60%. Auch bei der Behandlung des Burnout-Syndroms verändern sich die Symptome bereits nach 5 Wochen im Vergleich zur Placebobehandlung signifikant.
Die klinischen Studien erfolgten in Zusammenarbeit des Forschungsprogramms MusikMedizin der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität Salzburg mit dem Mannheimer Institut für Public Health, Sozial- und Präventivmedizin der Universität Heidelberg, Medizinische Fakultät Mannheim und dem Hanusch-Krankenhaus Wien.
Studien:
1 Murray, C. J. L., Lopez, A. D. The Global Burden of Disease: A Comprehensive Assessment of Mortality and Disability from Diseases, Injuries and Risk Factors in 1990 and Projected to 2020. Cambridge, MA: Harvard University Press, on behalf of the World Health Organization and the World Bank, 1996.
2 Boso, M. et al. Neurophysiology and Neurobiology of the Musical Experience. Funct Neurol 2006;21:187-191.
3 Agelink, M. W. et al. Relationship between Major Depression and Heart Rate Variability. Clinical Consequences and Implications for Antidepressive Treatment. Psychological Research 2002;113(1–2):139–149.
Catipovic-Veselica, K. et al. Relation between Major and Minor Depression and Heart Rate, Heart-Rate Variability, and Clinical Characteristics of Patients with Acute Coronary Syndrome. Psychological Reports 2007;100(3 Pt 2):1245–1254.
4 Brandes et al. From the Ear to the Heart to the Brain: Efficacy of a Newly Composed and Individualized Music Therapy on Depressive
Disorders. J Psychosom Res. 2010 Jun;68:6;609-10.
5 Brandes, V., Haas, R. (eds.). Music that Works. Vienna, New York: Springer 2009
6 Brandes et al. Individualized Music-Focussed Audio Therapy for the Treatment of Depression – a Controlled Double-Blind Study and Proof of Efficacy. Eur Arch Psychiatry Clin Neurosci. 2010 Jun;260 Suppl 1:S71.
7 Brandes et al. Receptive Music Therapy for the Treatment of Depression. Psychother Psychosom. 2010 (in press)
8 Brandes, V. M., Fischer, J. E., Thayer, J. F. The Effect of Receptive Music Therapy on Heart Rate Variability in Hypertensive Patients.
Psychosom Med. 2008, 70(3):A-18-19.
9 Brandes et al. Music Programs Designed to Remedy Burnout Symptoms Show Significant Effects After Five Weeks. Ann NY Acad
Sci. 2009 Jul;1169:422-5.
Spezielles chronobiologisches Musik-Programm für Kliniken
Der Aufenthalt im Krankenhaus ist für die meisten Patienten eine Zeit der inneren Unruhe. Durch die ungewohnte Umgebung verstärken sich die Sorgen und Ängste, die mit einer Erkrankung verbunden sind. Nehmen die Belastungen zu, ist dadurch das seelische Gleichgewicht des Patienten in einem hohen Maße gestört. In der Regel verordnet der behandelnde Arzt solchen Patienten Medikamente.
In vielen dieser Fälle bietet sich eine innovative Alternative an: Denn Musik hat einen durch verschiedene Studien nachweisbaren positiven Einfluss auf den Schwergrad der Depressionen im Krankenhaus und senkt erwiesenermaßen die Schmerzintensität.
Für Patienten in Akutkrankenhäusern hat SANOSON ein spezielles Programm entwickelt, das den Aufenthalt in der Klinik musikmedizinisch begleitet, indem es das Gleichgewicht zwischen Stimulation und Entspannung effektiv reguliert. Dabei wechseln sich neue Hörhorizonte und Klangerfahrungen mit vertrauten Melodien ab. Sie liefern so die für den genesenden Patienten Ablenkung, Anregung und Beruhigung.
